Aus dem Archiv der ExtraTip Mediengruppe.
vom 02.07.2010


„K+S schränkt Meinungsfreiheit ein“

Dr. Walter Hölzel. Foto: Archiv„Maulkorb“ für Hölzel – Ein Offener Brief an Norbert Steiner, den Vorstandsvorsitzenden der K+S AG

Sehr geehrter Herr Steiner,

K+S Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner. Foto: Archivin der Auseinandersetzung mit Ihrem Unternehmen bezüglich der richtigen Produktions- und Entsorgungsstrategie waren wir stets um eine sachliche Streitkultur bemüht.

Dazu gehörte auch die Bereitschaft zu beiderseitigen Gesprächen mit Ihrem Management der Werke an der Werra. Die erste Gesprächsrunde diente lediglich dazu, Positionen auszutauschen und unterschiedliche Informationsstände abzugleichen.

Voraussetzung für weiterführende Gespräche ist jedoch eine offene, ehrliche und gemeinsame Basis. Momentan leidet die Glaubwürdigkeit unter dem Fakt, dass Sie Herrn Dr. Walter Hölzel, Vorsitzender der Werra-Weser-Anrainerkonferenz, mit einstweiligen Verfügungen überziehen, offensichtlich mit dem Ziel, seine Meinungsfreiheit als Kritiker stark einzuschränken.

Für uns ist dieses Verhalten nicht nachvollziehbar, da Sie auf der einen Seite Gespräche mit uns suchen und auf der anderen Seite gegen unsere Mitstreiter rechtlich vorgehen.

Wir fordern Sie deshalb auf, verlassen Sie diesen Kurs der gerichtlichen Auseinandersetzung mit Kritikern, denn er ist für einen weiteren Dialog auf keinen Fall zielführend und vermittelt der Öffentlichkeit den Eindruck, dass Sie einer sachlichen Kritik nichts entgegenzusetzen haben. Kehren Sie zurück auf den Weg der kritischen Auseinandersetzung mit sachlichen Argumenten, wenn von Ihnen gewünscht, auch in Form von weiteren Gesprächen mit uns.

Klaus Reinhardt, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Für ein 
lebenswertes Werratal“. Foto: ArchivMit freundlichen Grüßen

gez. Klaus Reinhardt,
Vorsitzender der Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Werratal“

gez. Werner Hartung, Bürgermeister der Gemeinde Gerstungen

gez. Johannes Woth, Vorsitzender
der Verwaltungsgemeinschaft Berka/Werra 

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Lesen Sie hier mehr zum Thema:

Witzenhausen bietet K+S die Stirn – Im „Maulkorb-Streit“ zwischen K+S und Hölzel – Witzenhäuser Stadtverordnetenversammlung stellt sich mit Resolution klar hinter ihren Stadtrat

„Maulkorb“ wird Parlamentssache – Jetzt beschäftigt sich das Witzenhäuser Stadtparlament mit der von K+S erwirkten Einstweiligen Verfügung gegen Hölzel (vom 30. April 2010)

K+S erneut auf dem Gerichtsweg – Weiter Vorwürfe gegen Werra-Weser-Anrainerkonferenz (vom 20. April 2010)

 

 

 



Lesermeinungen zu diesem Artikel

jkd schrieb am 02.07.2010 um 16:03:27
"Das Verwaltungsgericht Kassel hat am 22. Juni 2010 die Klage von drei Gemeinden und einer Fischereigenossenschaft gegen die öffentlichrechtliche Vereinbarung, die die Länder Hessen und Thüringen sowie K+S im Februar 2009 geschlossen hatten, zurückgewiesen."
jkd schrieb am 02.07.2010 um 16:03:55
"Die Kläger, die von der Werra-Weser-Anrainerkonferenz unterstützt wurden, machten geltend, dass sie durch die öffentlich-rechtliche Vereinbarung in ihren Rechten verletzt würden."
jkd schrieb am 02.07.2010 um 16:04:25
"Dies sah das Gericht anders und folgte der Ansicht der Vertragspartner, die nachvollziehbar darlegten, dass die öffentlich-rechtliche Vereinbarung keine Anliegerrechte einschränkt, sondern im Gegenteil den Rahmen für eine nachhaltige Verbesserung der ökologischen Bedingungen in Werra und Weser schafft. Überdies hat sie zum Ziel, die Fortsetzung der Kaliproduktion in Hessen und Thüringen zu ermögli"
jkd schrieb am 02.07.2010 um 16:04:51
"Mit einem auf die Vereinbarung aufbauenden umfangreichen Maßnahmenkonzept will K+S bis Ende 2015 bis zu 360 Mio. Euro in den Gewässerschutz investieren, um das Aufkommen an Salzabwasser um die Hälfte zu senken und die Salzkonzentration im Fluss um 30 Prozent zu reduzieren."
undefined schrieb am 02.07.2010 um 17:04:21
"Von den 360 Mios haben sie schon mal 160 gestrichen,weil in U-Bach" besseres" Salz gefördert wird.Es dauert nicht mehr lange,dann wird die Jagd auf Kaliban freigegeben.Ein Skrupelloser Verein mit allerdümmsten Unterstützern.Da passt der brutalstmögliche Roland Koch ja gut ins Management,er hat ja die derzeitigen Verhältnisse erst möglich gemacht.Pfui Deibel"
leider in Heringen schrieb am 02.07.2010 um 17:22:31
"jkd = jetzt kommentiert Doof , doofer geht´s gar nicht. Kaliban mit Salzfraß im fortgeschrittenem Stadium. Nichts kapiert, welch wertvolle Arbeit in der BI geleistet wird. Außerdem war kein anderes Urteil zu erwarten, schließlich sitzt K&S in Kassel sowie der RP. Aber unsere Arbeit geht weiter. BI, ihr habt meine volle Unterstützung. Kritiker mundtot machen = getroffene Hunde bellen,pfui ......."
Betreuer schrieb am 02.07.2010 um 18:17:29
"Was soll man noch schreiben zu Dumpfbacken wie jkd?Einfache Leute mit Angst vor der Zukunft brauchen Entscheidungshilfen?Die werden dann vorzugsweise von Menschen angeboten,die das gelesene auch verstehen,in diesem Fall von K+S und bald Koch.Aber wer will den minderbegabten denn böse sein?Wenn der Meister sagt"Spring von der Brücke",dann wird gesprungen,weil der Meister immer Recht hat."
Halte durch in Müllcity schrieb am 02.07.2010 um 19:02:50
"Betreuer da haben Sie Recht. Und wenn der kl. Napoleon sagt: aus der Müllbude kommt Sanatoriumsluft glauben 90 % der Heringer das auch. Fortgeschrittener Salzfraß machts möglich. Was sich hier abspielt ist unglaublich. Betreuer gibts denn ´n günstiges Häuschen mit schönem Gärtchen in Deiner Nähe? Dann ´nen doofen Heringer der meine Hütte kauft. Das wär mein Traum, raus aus dem Alptraum hier."
jkd schrieb am 02.07.2010 um 19:16:41
"ja Bi und CO macht euch doch einfach ab hier. einige von euch sind ja schon in die schweiz ausgereist. wie konnten wir nur früher hier ohne leben. ich wohne schon über vierzig jahre hier und fülhle mich wohl und will auch mein haus nicht verkaufen, K&S hat mich und meine familie immer gut ernährt und wird das auch noch viele jahre tun. "
undefined schrieb am 02.07.2010 um 19:34:01
"Teröööödleff und seine Seelenverwandten.Kranke Menschen versaute Umwelt.Seveso an der Werra!Oder besser,rettet die Kinder"
(Lesermeinungen sind keine redaktionellen Meinungsäußerungen)

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