Aus dem Archiv der ExtraTip Mediengruppe.
vom 21.07.2010


„Überfälliges Signal von K+S!“

K+S-Vorstandsmitglied Dr. Diekmann sagt Analyse der Laugen und Salze durch K-UTEC zu

Der niedersächsische Landtagsabgeordnete Ronald Schminke. Foto: ArchivWitzenhausen. „Die Bereitschaft der K & S AG endlich die Sondershäuser Firma K-UTEC mit einer Konzeptstudie zur Salzlaugenentsorgung zu beauftragen werte ich als kleinen Fortschritt und natürlich auch als Erfolg der Einleitungsgegner, die diese Forderung bereits seit zwei Jahren gebetsmühlenartig verkündet “, erklärte der SPD Landtagsabgeordnete Ronald Schminke.

Dr. Ralf Diekmann, Vorstandsmitglied der K+S AG gab diese Zusage dem SPD Landtagsabgeordneten Ronald Schminke in Podiumsveranstaltung in Hann. Münden zum Thema Werra- und Weserversalzung. Schminke hatte immer wieder darauf verwiesen, dass es aus Niedersachsen keine politische Unterstützung für eine Nordseepipeline oder etwa für die NIS (Neue Integrierte Salzwassersteuerung) geben wird, solange nicht alle Möglichkeiten einer rüchstandsfreien Kaliproduktion unter Nutzung moderner Techniken geprüft wurden.

Schminke: „Herr Dr. Diekmann hat ferner die Bereitschaft erklärt, die konkrete Beauftragung von K-UTEC auch textlich mit mir abzustimmen. In einem Schreiben an die Sondershäuser Firma, welches mir in Kopie vorliegt, äußert der Manager einen zeitnahen Gesprächswunsch.“

K+S Vorstandsmitglied Dr. Ralf Diekmann. Foto: ArchivSchminke formuliert noch einmal in Kurzform die Ziele: Ziel sei die Laugenvermeidung, denn die Vermeidung habe Vorrang vor jeder Entsorgungsvariante. Dabei gehe es um die Selektion, Aufbereitung und Vermarktung von Wertstoffen, wie zum Beispiel Magnesium. Ferner soll mit solchen Verfahren eine weitere Aufhaldung vermieden werden und nicht nutzbare Reststoffe durch druckfesten Versatz unter Tage verbracht werden. Der Festversatz sorge für Bergsicherheit und letztlich wäre auch eine deutlich größere Ausbeute bis zu 50 Prozent möglich, weil man auch die jetzt ungenutzten Pfeiler nutzen könnte. Dieses Verfahren sorge für längere Grubenlaufzeiten und somit für langfristig sichere Arbeitsplätze der Kalikumpel.

Schminke: „Anders als K+S haben wir sogar einen Plan B als mögliche Variante. So hat Dr. Krupp dem RUNDEN TISCH in Kassel die Laugeneindampfung durch Abwärme eines 700 MW Kraftwerks vorgeschlagen.“ Das Kraftwerk könnte an eine bereits vorhandene 380 kV Leitung angeschlossen werden und durch Stromeinspeisung wären die Kosten in Höhe von ca. 250 Mio. Euro zeitnah amortisiert. Der Kraftwerksbau wäre in ca. 1,5 Jahren möglich.

Schminke: „Wir haben also gute Konzepte im Kopf und K+S erkennt mehr und mehr, dass man nicht dauerhaft gegen die Interessen von Mensch und Natur an völlig überholten Entsorgungspraktiken festhalten kann. Sofern sich K+S diesen Argumenten vollständig verweigert, werden wir alle rechtlichen Möglichkeiten bis zur europäischen Ebene nutzen. Wir wollen am Ende der Auseinandersetzung mit K+S nicht als Sieger dastehen, wir wollen aber, dass Mensch und Natur und dabei insbesondere unsere Flüsse am Ende auf der Gewinnerseite stehen!“

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Lesen Sie hier mehr zum Thema:

Der Kali-Konzern denkt um – Thüringisches Unternehmen KUTEC soll Lösung für K+S-Entsorgungsprobleme entwickeln (vom 21. Juli 2010)



Lesermeinungen zu diesem Artikel

Luftikus schrieb am 22.07.2010 um 00:24:40
"Es verwundert, dass KS sein Heil bei den Kritikern sucht? Da scheint doch was in Bewegung zu kommen: Offenbarung der Mengen von ESTA Zusatzstoffen und Cadmium, Blei usw. auf der Halde! Das haben sie immer beschritten und nun schriftlich durch den RP bekannt gegeben mit Mengenangabe. Was für Wunder, plötzlich ist alles anders?"
Schaumkrone schrieb am 22.07.2010 um 06:06:35
"An Herrn Schminke sollten sich die Herren Roth und Warnecke mal ein Beispiel nehmen. Ganz zu schweigen von den Lachnummern Ries und Orth. "
Betroffener schrieb am 22.07.2010 um 06:58:50
"@Schaumkrone: für den Gernegroß zu viel Ehre mit diesen Namen in einem Zug genannt zu werden! Der versteht nichts ist aber selbsternannter Ing und .. und..Wer gerne in Hundesch.. (Hund vom Roth) wühlt wird das hier vorgegebene Niveau niemals erreichen, dazu gehört Bildung. Das Blatt wendet sich Rettet die Arbeitsplätze an der Werra und die Neuhöfer sollen ihre Entsorgung anders lösen!"
Respekt schrieb am 22.07.2010 um 11:38:29
"Bravo Hr. Schminke, das ist produktiv und klar verständlich mit nachvollziehbaren Massnahmen. Das ist saubere politische Arbeit, die dringend auch im Kalirevier notwendig wäre. Da wird leider viel zu viel vertuscht wie das mit den Pseudomonaden usw."
(Lesermeinungen sind keine redaktionellen Meinungsäußerungen)

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